Samstag, 13. Juni 2009
1974 wurde Horkheim Stadtteil von Heilbronn; seine Geschichte ist ähnlich vom Neckar geprägt wie die
Kernstadt.
976 wird der Ort erstmals in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Otto II. erwähnt; er hatte viele Besitzer, von Kloster Mosbach bis zum Königreich Württemberg.
Kelten und vor allem Römer haben ihre Spuren deutlich hinterlassen. Der fruchtbare Lößboden ließ – etwa ab 500 n. Chr. – die Franken hier siedeln, deren Siedlung mit dem fränkischen „heim“ am Ende gab dem Ort seinen Namen. Das „hor“ oder „horge“ ist von Sumpf oder sumpfig herzuleiten. Ein fränkisches Reitergrab wurde 1969 gut erhalten ausgegraben und ist heute in den Städtischen Museen zu
sehen.
Die einstige Wasserburg stammt wohl aus staufischer Zeit, seit dem späten 14. Jahrhundert werden die Herren von Horkheim genannt, die aber ihre Aktivitäten ins Remstal verlegen. Die Burg ist lange im Besitz oder zu Lehen der Kurpfalz, das Dorf ist seit 1506württembergisch. Bis heute ist der Ortsteil ländlich geprägt, auch wenn keine Bauern mehr ansässig sind. Die ausgesiedelten Bauern, auch Tabakbauern, sind auf eine geringe Zahl geschrumpft. Neubaugebiete, Sport, bevorzugt Handball und die Neckarschleuse markieren das heutige
Horkheim.