HISTORISCHER VEREIN HEILBRONN E.V.
Gegründet 1876
Jahresprogramm 2008
Donnerstag, 10. April 2008
HALBTAGESFAHRT zum Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Stuttgart)
Sonderausstellung "Jud Süß" - Propagandafilm im NS-Staat
Im Auftrag des Propagandaministers Joseph Goebbels entstand 1940 der
Spielfilm "Jud Süß" unter der Regie von Veit Harlan. Der Streifen zielte
bewusst auf antisemitische Ressentiments und bediente sich dazu der historischen Figur
Joseph Süß Oppenheimer, der 1738 in Stuttgart hingerichtet wurde. Als Vorbehaltsfilm
darf "Jud Süß" heute nur in geschlossenen Veranstaltungen mit didaktischer
Begleitung vorgeführt werden. Die Ausstellung im Haus der Geschichte zeigt die Machart
von Veit Harlans Werk und die Macht des Mediums Film als einem wichtigen Propagandamittel
im Nationalsozialismus. Sie erhellt zudem die Auswirkungen auf die Wahrnehmung der
historischen Figur Süß Oppenheimer. Schließlich werden in der Ausstellung auch
unmittelbare Folgen der Filmvorführungen in den Jahren 1940/41 dokumentiert. Dazu
präsentieren sechs Abteilungen eine Sequenz des NS-Films und spiegeln diese jeweils in
historischen Dokumenten.
Leitung: Prof. Dr. Christhard Schrenk, Direktor des
Stadtarchivs Heilbronn |